Warum kümmert sich eine Bürgerinitiative um Fledermäuse und lädt den Fledermausexperten unserer Region, Herrn Hans-Joachim Haberstock, zu einem Vortrag ein?

Weil wir uns aufgrund unserer Satzung für den Erhalt des Landschaftsschutzgebietes „Leinetal“ einsetzen und damit für den Erhalt der Lebensräume von Menschen, Tieren und Pflanzen; dazu gehören die Fledermäuse. Auch bei uns sind sie zu finden: Kleines und Großes Mausohr, Bartfledermaus, Langohrfledermaus und Fransenfledermaus. Sie schlafen, nisten und überwintern in unseren Kirchtürmen, in kleinen Spalten an Häusern, Scheunen und unter Dächern.

Mit einem spannenden Bildervortrag erklärte Herr Haberstock die Lebensgewohnheiten der Flugakrobaten, ihre Besonderheiten und warum sie gefährdet sind. Auch die Fledermäuse leiden unter dem massiven Rückgang der Insekten, sie verhungern schlicht. Und wir Menschen machen ihnen das Leben zusätzlich schwer durch Pestizide, durch Zerstörung ihrer Quartiere bei Haussanierungen.

Was können wir tun, um den Fledermäusen zu helfen?
• Erhalt und Förderung von Quartieren
• Anlage naturnaher Gärten
• Förderung eines Streuobstwiesenverbundes
• Erhalt einer strukturreichen Landschaft
• Das Ausräumen der Landschaft von Gehölzen nicht tatenlos hinnehmen
• Der Landschaftsverarmung entgegentreten
• Anlage blütenreicher Weg- und Ackersäume
• Vernetzung mit Habitatstrukturen
• Anbringen von Quartierkästen
• Bei Sanierungsarbeiten und Neubauten die Kulturfolger fördern
• Verzicht auf Insektizide und Herbizide
• Naturnahe Waldbewirtschaftung mit hohem Altholzteil
• Öffentlichkeitsarbeit

Zusätzliche Informationen