Der Lärmaktionsplan ist ein EU Projekt, das die Stadt Göttingen umsetzen muss. Laute Gebiete sollen leiser gemacht werden, leise Gebiete müssen erhalten werden. Die Aufgabe wird an die Firma LK Argus Kassel GmbH vergeben. Diese weist das Gebiet vor Hetjershausen zunächst als das aus, was es ist: ein Ruhegebiet. Die Bürger aus den betroffenen Ortsteilen bemerken jedoch, dass ihre Vorschläge nirgends auftauchen. Frau Janßen von der LK Argus Kassel GmbH gibt bei der Präsentation ihrer Arbeit nach mehrmaligem hartnäckigen Nachfragen des Leiters des Umweltausschusses (CDU) zu, auf Veranlassung der Verwaltung die Gebiete zukünftiger Windpotentialflächen nicht als Ruhegebiete ausgewiesen zu haben: Motto: It might get loud.

Im September 2013 soll dann auch noch der Ortsrat dem Lärmaktionsplan zustimmen. Der Ortstrat lehnt ihn eindeutig ab. Im Januar 2014 steht dann im Protokoll: Votum des Ortsrats bzgl. des Lärmaktionsplans: "geändert beschlossen". Fortsetzung folgt. Am 28.1.2014 möchte Herr Dr. Scherer dem Beschlussvorschlag zum Lärmaktionsplan (LAP) nicht zustimmen. Hauptkritikpunkt ist die Ausweisung der Ruhegebiete. Die Mehrheit im Rat stimmt aber am 14.1.2014 für die Verabschiedung des LAP. Frau Göbel (Bündnis 90/Die Grünen) weist darauf hin, dass eine Fortschreibung des LAP vorgesehen sei. Es bestehe die Möglichkeit, nachträglich Ruhegebiete auszuweisen, falls diese Flächen nicht für den Bau von Windenergieanlagen in Frage kämen. Da haben wir also noch berechtigte Hoffnungen. Viel Arbeit wird die Ergänzung nicht machen, der Plan dazu wurde ja schon fertiggestellt.