Der energiepolitische Druck führt aktuell  zu fachlich unzureichenden Planungen bei der Ausweisung von Vorranggebieten. Es sollen so viele Vorranggebiete wie möglich ausgewiesen werden und daraus ergibt sich der Wunsch, Einschränkungen zu übersehen oder unter den Tisch fallen zu lassen.

Vielleicht benötigen wir ja gar nicht so viele WKA? Man muss sich also ansehen, wieviel Strom brauchen wir und wieviel davon kann mit WKA erzeugt werden. Strom ist aber ein Produkt, das ungebremst durch das Netz des gesamten Kontinents rauscht, man kann ihn nicht lokal festmachen. Aber egal ob lokal, national oder europaweit: aus dem Bedarf ergibt sich eine Begrenzung der Anzahl lediglich über die verfügbare Gesamtfläche und da ist unser Land mit 357.027 km² eher klein.

Die Stadt Göttingen hat einen Bedarf von rund 600 Mio kWh. / anno, d.h. 600.000 MWh. Ein WKA mit ε=20% erzeugt: 2000 h x 3000 kW = 6.000.0000kWh = 6 Mio MWh. Das ist dann etwa 1%. Der Masterplan Stadt Göttingen sieht denn auch 23 WKA mit 3,2 MW vor (200 m Klasse). Die Stadt Göttingen hat 116 km² Fläche: 116 / 23 = 5,04 km²/WKA. So ein Quadrat hat eine Seitenlänge von 2,24 km. Alternativ kann man alle 14,05 km² je drei bauen, d.h. 3,8 km Abstand zwischen den Dreiergrüppchen. Vollflächendeckend wohlverstanden.

Landkreis Göttingen: Masterplan 126 WKA. Fläche: 1117 km². Eine WKA / 8,8 km2 (2,9 km x 2,9 km). Alternativ Parks mit je 10 WKA: 85 km²/Park alle 9 km ein Park mit 10 WKA.

Aus dem Bedarf ergibt sich also kein absehbares Ende der Verbauung unserer Umgebung. Diese Form der Erzeugung von Strom ist auf Grund der unzureichenden Leistung extrem flächenintensiv.