Auswirkungen auf den Menschen

Diese Karte von Deutschland zeigt Schicksale von Menschen, deren Haus und Heim in die Nähe einer Windkraftanlage oder noch schlimmer einer Parkanlage geraten ist. Leider nimmt die Zahl der Geschädigten täglich zu. Nicht jeder kann einfach wegziehen.

www.opfer.windwahn.de

Die Lärmbelästigung entsteht durch das surrende Geräusch des Flügelschlags der Rotoren, mit über 300 km/h an den Spitzen. Insbesondere bei den meist vorherrschenden Westwinden werden wir die Windkraftanlagen sowohl in Hetjershausen als auch in Groß Ellershausen deutlich hören.

Für die Einordnung und Bewertung von Schall als Lärm hat sich in Deutschland das dB(A) für den Schalldruckpegel durchgesetzt. (Das A steht für den Frequenzfilter. Es gibt A, B, C und D. Welcher Filter verwendet wird, hängt vom Pegel des Gesamtgeräuschs ab.) Die hier geplanten Windkraftanlagen erzeugen Lärm von 35 dB(A) bis mindestens 45 dB(A). Bereits bei 45 dB(A) ist eine entspannte Konversation erschwert. Nächtlicher Lärm führt bereits unter 45 dB(A) zu Gesundheitsgefährdungen.

Infraschall ist ein tieffrequenter Schall, der für das menschliche Ohr nicht hörbar ist. Gleichwohl nehmen wir ihn wahr: diskontinuierlich in Form von Pulsationen. Das kann zur Herabsetzung der Atemfrequenz, Veränderung der Hirnströme im EEG, Verminderung des Sauerstoffpartialdrucks im Blut, Erhöhung des Blutdrucks, Vergrößerung der Erythrozyten (rote Blutkörperchen), Durchblutungsstörungen und Veränderung der nächtlichen Hormonausschüttung der Nebennierenrinde (Cortisolausschüttung) führen.

Zu insgesamt vier Veranstaltungen im Februar und März 2013 hatte die Stadt Göttingen ihre Bürgerinnen und Bürger eingeladen, um über das Planungsverfahren zur Ausweisung von Standorten für Windkraftanlagen im Stadtgebiet Göttingen zu informieren und über Vor- und Nachteile von Windenergie zu diskutieren.

Einer der Referenten war Herr Jörg Klapproth, Geschäftsführer der Windkraft Diemarden GmbH & Co. KG, der u. a. auch zum Thema Infraschall Stellung nahm. Er bezog sich auf eine „Untersuchung des Bayerischen Landesamtes für Umweltschutz" aus dem Jahr 2012. Diese von Herrn Klapproth als Studie bezeichnete Untersuchung kommt zu dem Schluss, dass Infraschall keine negativen Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit hat.
Dieser Aussage muss entschieden widersprochen werden.