Der Vorsitzende Herr Dr. Scherer (CDU/FDP-Gruppe) leitet die Sitzung.
Herr Dienberg gibt eine kurze Zusammenfassung der Bürgerversammlungen. Die Öffentlichkeit sei bei sehr unterschiedlich abgelaufenen Veranstaltungen informiert worden. Es seien die unterschiedlichsten Argumente vorgebracht worden, in Weende und Groß Ellershausen beispielsweise die Nähe zur Bebauung und der Infraschall. Deutliche Zustimmung zu den Windenergieplänen hätte es in Geismar gegeben. Im Ratssaal sei eine Zusammenfassung erfolgt.

Aus seiner Sicht wäre es nun an der Zeit, dass der Teilflächennutzungsplan jetzt „auf die Reise gebracht werde".

Kein Stuhl war mehr frei und viele Anwohner standen dichtgedrängt als Stadtbaudezernent Thomas Dienberg die Veranstaltung kurz nach
19 Uhr eröffnete und die Besucher begrüßte. In einem kurzen Statement stellte er die Rahmenbedingungen und die Rolle der Stadt Göttingen beim Ausbau der Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar vor und wies auf die diesbezüglichen Vorgaben der Gesetzgebung hin.

Im anschließenden Vortrag von Herrn Siegmann, Geschäftsführer der Firma TenneT, Stromversorger und Netzausbaubetreiber (TenneT hat das Netz von EON gekauft), wurden die technischen Details erläutert, die beim Ausbau dieser Stromtrasse bedeutsam sind. Im überwiegenden Bereich der Strecke werden Freileitungen gebaut, die einen Abstand von mindestens 400 Metern zur geschlossenen Wohnbebauung einhalten müssen. Da dies im engbesiedelten Göttinger Stadtgebiet nicht möglich sei, werde hier die Erdkabelvariante eingesetzt, wie vom Stadtrat gefordert.

Herr Arnold (Weende) leitet die Bauausschuss-Sitzung. Herr Siegmann (Fa. TenneT) schildert den Bauausschuss-Mitgliedern den aktuellen Stand der Planung bzgl. der 380 kV Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar im Leitungsverlauf Abschnitt C.
In Vorbereitung auf das Planfeststellungsverfahren seien unterschiedliche Varianten geprüft worden. Die neuesten Erkenntnisse seien, dass EON-Netz die 110 kV-Leitung ebenfalls verstärken müsse. Diese Leitung werde auf die Masten der 220 kV-Leitung an der A7 gelegt. In Elliehausen könne so die 110 kV-Leitung rückgebaut werden, was zu einer Entlastung Elliehausens führen würde. Bei einem Ortstermin in der letzten Woche sei außerdem Einigung über eine noch weiter westliche Verlegung der Trasse im Bereich Elliehausen erzielt worden. Im Bereich Hetjershausen habe sich seit der Bürgerversammlung nichts mehr geändert. 

Am 27.2.2013 hat die Stadt Göttingen hat ins Sporthaus in Groß Ellershausen/Hetjershausen eingeladen, um über das Planungsverfahren zur Ausweisung von Standorten für die Windenergie zu informieren und über Vor- und Nachteile zu diskutieren. Es waren sehr viele besorgte Bürger aus Gr.Ellershausen, Hetjershausen, Knutbühren, und anderen umliegenden Gemeinden im Sporthaus, die engagiert gefragt und mitdiskutiert haben. Der Ortsrat war mit etlichen Mitgliedern und dem Ortsbürgermeister Rakebrandt vertreten.

Die Stadt hat die Klimaziele und die Vorgehensweise bei der Findung der Vorranggebiete dargestellt und erklärt, warum es notwendig sei, die Flächennutzungspläne zu ändern. Die Vorranggebiete wurden ermittelt, nachdem harte Ausschlusskriterien (z.B. Grenzabstände, Artenschutz) und weiche Ausschlusskriterien (z.B. zukünftige Bebauungsgebiete) berücksichtigt wurden. Dabei wurde schon festgestellt, dass das ausgewiesene Gebiet in unserer Gemarkung von Rotmilan Horsten umgeben ist und mitten in der Hauptzone des Kranichzugs liegt.

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