Mit einem derart großen Interesse an der Informationsveranstaltung, zu der wir von der Bürgerinitiative Gegenwind Groß Ellershausen / Hetjershausen am 11. Dezember 2012 ins Sporthaus eingeladen hatte, das bis zum letzten Stehplatz „proppenvoll“ war, hatten wir in der stressigen Vorweihnachtszeit kaum zu hoffen gewagt. Dass so viele den Weg in das Sporthaus gefunden haben, hat uns gezeigt, wie groß der Informationsbedarf bei den Bürgern und Bürgerinnen aus Hetjershausen und Groß Ellershausen im Hinblick auf die geplanten Windkraftanlagen und die Höchststromtrasse ist. Worum es genau geht, die Baumaßnahmen, die gesundheitlichen Beeinträchtigungen und Zerstörung unseres schützenswerten Naherholungsgebietes und wertvollen Wohnreviers, wollten viele genauer wissen.

Windrad ModelleAllein schon das Windradmodell mit maßstabgerechten Bäumen und kleinen Legohäusern, das wir zur Anschauung der Größenordnung aufgebaut hatten, machte die Dimension der geplanten Anlagen mit einer Höhe von 190 Metern deutlich. Es ließ schon erahnen, welche Auswirkungen damit für unsere Ortschaften verbunden sind. Wie weit der Schattenwurf und die Richtung – je nach Tageszeit und Sonnenstand – und der Infraschall direkt in die Ortschaften getragen werden, hatten sich viele vorher kaum vorstellen können. Genauso wenig, dass der zusätzlich geplante Erdkabel-Bau einer 380-kV-Höchststromtrasse in Drehstromtechnik von Wahle nach Mecklar mit einem gesundheitsgefährdenden Magnetfeld von ca. 90 μTesla direkt an unserer Kindertagesstätte, Schule und unserem Sportplatz vorbeigeführt werden soll. Dass auch ein Kabel zum Transport von Wechselstrom, das in der Erde verlegt ist, erhebliche magnetische Strahlung aussenden kann, die sogar - im Vergleich mit einer Freileitung - direkt über der Trasse wesentlich höher ist, konnten wir anschaulich verdeutlichen. Bisher hatte man ja nur aus der öffentlichen Diskussion erfahren können, dass Freileitungen gesundheitsgefährdende Strahlungen aussenden.

Die rege Diskussion im Anschluss an unsere Präsentation hat uns in unserem Vorhaben bestärkt, gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Orte lebenswert bleiben und nicht kurzfristigen, politischen Zielen geopfert werden. Viele neue Mitstreiter haben wir gewinnen können, neue Anregungen erhalten und aufmunternde Worte bekommen. Auch noch Tage nach der Veranstaltung haben unsere Telefone unaufhörlich geklingelt, Nachbarn und Mitbürger uns persönlich angesprochen und wir zahlreiche E-Mails bekommen. Das hat uns bestärkt in unserem Bestreben verantwortliche Politiker davon zu überzeugen, dass Stromtrasse und Windkraftanlagen nicht in die Nähe unserer Häuser und Wohnungen gehören. Zielstrebig arbeiten wir weiter daran.

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