Am 27.2.2013 hat die Stadt Göttingen hat ins Sporthaus in Groß Ellershausen/Hetjershausen eingeladen, um über das Planungsverfahren zur Ausweisung von Standorten für die Windenergie zu informieren und über Vor- und Nachteile zu diskutieren. Es waren sehr viele besorgte Bürger aus Gr.Ellershausen, Hetjershausen, Knutbühren, und anderen umliegenden Gemeinden im Sporthaus, die engagiert gefragt und mitdiskutiert haben. Der Ortsrat war mit etlichen Mitgliedern und dem Ortsbürgermeister Rakebrandt vertreten.

Die Stadt hat die Klimaziele und die Vorgehensweise bei der Findung der Vorranggebiete dargestellt und erklärt, warum es notwendig sei, die Flächennutzungspläne zu ändern. Die Vorranggebiete wurden ermittelt, nachdem harte Ausschlusskriterien (z.B. Grenzabstände, Artenschutz) und weiche Ausschlusskriterien (z.B. zukünftige Bebauungsgebiete) berücksichtigt wurden. Dabei wurde schon festgestellt, dass das ausgewiesene Gebiet in unserer Gemarkung von Rotmilan Horsten umgeben ist und mitten in der Hauptzone des Kranichzugs liegt.

 Der Ortsrat hat sich sehr unzufrieden über die Einbeziehung in den Planungs- und Entscheidungsprozess geäußert, wobei die Kritik von mehreren Parteien bestätigt wurde. 

Frau Dr. Schmidt-Jochheim hat für die BI-Gegenwind gesprochen und sehr ambitioniert die Auswirkungen der geplanten Windenergieanlagen (WEA) auf die in Groß Ellershausen und Hetjershausen lebenden Menschen dargestellt. Durch die Westwindlage, den gegenüber den Orten hoch gelegenen, potentiellen Standort der WEA werden Lärm und Infraschall innerhalb weniger Minuten in alle Häuser und Gärten geblasen. Durch die genau in dieser Richtung untergehenden Sonne werden die Orte von den zu erwartenden kilometerlangen Schlagschatten im Winter über Hetjershausen und dem Hasenwinkel und im Sommer über Groß Ellershausen überzogen.

Danach erhielt Herr Klapproth, Geschäftsführer der Windkraft Diemarden GmbH & Co. KG, das Wort. Er schilderte die Planung, den Bau und den Betrieb von WEA aus langjähriger Erfahrung. Im Laufe der Zeit wurden die WEA ununterbrochen größer, bis hin zu den jetzt im Bau befindlichen Anlagen der 200 m Klasse in der Nähe von Weißenborn.

In der Diskussion wurde sehr deutlich, dass die Mehrheit der Anwesenden von den Planungen nicht begeistert war und die geschilderten Argumente sehr kritisch hinterfragt wurden.

Zusätzliche Informationen