Die Gäste der Bürgerinitiative Gegenwind aus Groß Ellershausen und Hetjershausen waren bestens mit Schal, Mütze, Handschuhen und warmem Schuhwerk ausgerüstet. Geladen hatte die Bürgerinitiative am Samstag, 09. Februar, zum Energiepolitischen Spaziergang, um den verantwortlichen Politikern direkt vor Ort einen Eindruck vom Lebensraum und den geplanten Einschnitten zu vermitteln. Bei leichtem Schneefall und frostigen Temperaturen machten sich die Mitglieder der Bürgerinitiative, Gemeinderatsmitglieder der beiden Ortsteile, Ratspolitiker der Stadt Göttingen, der Baudezernent und Medienvertreter auf den Weg.

 

Zunächst ging es zum geplanten Trassenverlauf der Höchststromtrasse direkt am Ortseingang von Hetjershausen. Ein Banner an der Scheune weist auf die gesundheitlichen Gefahren hin, mit Absperrband war der Trassenverlauf markiert, damit man sich einen Eindruck von der Dimension machen konnte. Hartmut Heape, ortsansässiger Landwirt, erläuterte den Gästen anschaulich, wie sich aus seiner Sicht das Landschaftsbild und die Lebensqualität der Anwohner verändern würde. Nächste Station war der geplante Standort neuer Windkraftanlagen in der westlichen Feldmark. Klaus Hess und Robert Seidemann wiesen hier auf die besondere Problematik der Windrichtung hin, denn durch die vorherrschenden Westwinde werde der Lärm direkt in die Wohnungen der Anwohner getragen. Durch die Nähe zur Wohnbebauung träfen auch Schattenwurf und Infraschall die Bewohner direkt. Auf dem Rückweg zum Sporthaus, in dem sich die Gäste bei Grünkohl und Bregenwurst wieder aufwärmen konnten, entwickelten sich spannende Diskussionen und so manche offene Frage konnte beantwortet werden. „Wir freuen uns sehr, dass so viele Entscheidungsträger unserer Einladung gefolgt sind und sich unseren Sorgen um unsere Gesundheit angenommen haben“, zieht Dr. Anita Schmidt-Jochheim, die Vorsitzende der Bürgerinitiative, ein Resümee.

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