Herr Arnold (Weende) leitet die Bauausschuss-Sitzung. Herr Siegmann (Fa. TenneT) schildert den Bauausschuss-Mitgliedern den aktuellen Stand der Planung bzgl. der 380 kV Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar im Leitungsverlauf Abschnitt C.
In Vorbereitung auf das Planfeststellungsverfahren seien unterschiedliche Varianten geprüft worden. Die neuesten Erkenntnisse seien, dass EON-Netz die 110 kV-Leitung ebenfalls verstärken müsse. Diese Leitung werde auf die Masten der 220 kV-Leitung an der A7 gelegt. In Elliehausen könne so die 110 kV-Leitung rückgebaut werden, was zu einer Entlastung Elliehausens führen würde. Bei einem Ortstermin in der letzten Woche sei außerdem Einigung über eine noch weiter westliche Verlegung der Trasse im Bereich Elliehausen erzielt worden. Im Bereich Hetjershausen habe sich seit der Bürgerversammlung nichts mehr geändert. 

Die Trasse werde nördlich von Elliehausen in die Erde gelegt und in der Nähe von Rosdorf als überirdische Leitung weitergeführt. An diesen beiden Stellen werde eine Kabelübergangsanlage mit einem 25 m hohen Portal entstehen. Wegen der Abwärme müsse die Breite 45 m betragen. Bei einer Länge des Erdkabels von 8,5 km benötige man 9 Muffen, die als technische Schwachstellen anzusehen seien. Die Erweiterungsflächen des Industriegebiets würden nicht tangiert werden.

 

Herr Dienberg berichtete den Ausschuss-Mitgliedern über die Bürgerversammlung am 13.03.2013 im Sporthaus Groß-Ellershausen/Hetjershausen.

Auf Beschluss der Ortsräte sei eine Bürgerversammlung erfolgt, die nicht ruhig und konfliktfrei aber jederzeit sachlich abgelaufen sei. Die Organisation dieser Veranstaltung habe sich bewährt. Zu Wort gekommen seien Herr Siegmann als Vertreter der Fa. TenneT, der dargestellt habe, warum ein Verlauf komplett entlang der A7 nicht möglich sei, Herr Dr. Neitzke vom Institut Ecolog, der als Physiker die Auswirkungen elektromagnetischer Strahlen darstellte, und Frau Dr. Schmidt-Jochheim, die aus Sicht der Bürgerinitiative berichtete. Diese Bürgerinitiative sei sehr gut informiert und insgesamt auch sehr gut aufgestellt. Sie habe sich positiv und zufrieden über den jetzigen geplanten Verlauf geäußert. Ein Großteil der Wünsche hätten berücksichtigt werden können. Weiterhin kritisch seien die Landwirte, was sich wohl auch nicht ändern werde, da keine andere Lösung möglich sei. Insgesamt sei es eine gute Veranstaltung gewesen.

Ein Ausschuss-Mitglied erklärte, wesentliche Kritikpunkte aus Ausschuss-Sicht seien vom Tisch.

Anschließend hatten die Ausschuss-Mitglieder die Möglichkeit, Fragen an Herrn Siegmann zu stellen.

Frage: Wie tief wird das Kabel verlegt?
Antwort: 1,5 m. Die Oberflächen können bewirtschaftet werden. Es besteht eine Erwärmungsangst. Eine wissenschaftliche und gutachterliche Begleitung erfolgt.

Frage: Werden die Menschen als Versuchskaninchen benutzt?
Antwort: Versuchskaninchen oder Pilotprojekt; es gibt keine vergleichbaren Strecken.

Frage: Werden bei der wissenschaftlichen Begleitung nur landwirtschaftliche Belange betrachtet?
Antwort: Eigentlich rein landwirtschaftliche Belange, aber die Universitäten in Delft und Hannover betreuen auch elektromagnetische Fragestellungen.

Frage: Kann man im Bereich C 01 nicht weiter nach Westen gehen?
Antwort: Kabelübergangsanlagen dehnen sich über eine Fläche von 50 m x 70 m aus. Handelt es sich um eine Landschaft mit Gefälle, muss eingeebnet werden. Hier wäre das Gefälle zu stark, so dass eine Einebnung nicht mehr möglich wäre.

Frage: Muss bei der Querung der B3 die Straße aufgerissen werden?
Antwort: Die B3 wird gedükert. Es erfolgt also eine Querung in geschlossener Bauweise. Eine Sperrung ist nicht notwendig.

Frage: Was passiert bei einer Störung im Bereich des Erdkabels?
Antwort: Der Kabelfehler muss ausgemessen werden. Das geschieht auf mehrere Meter. Diese Stelle wird aufgegraben, und erst dann kann der Fehler genau geortet werden. Das Kabel wird dann ausgetauscht.

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