Die Bundesregierung hatte das Ziel ausgegeben, dass erneuerbare Energien im Jahr 2050 mindestens 80 Prozent des elektrischen Stroms in Deutschland abdecken sollen. Aufgrund vermehrter Stromerzeugungskapazitäten im Norden Deutschlands und verbrauchsstarker Zentren im Süden kommt den Netzbetreibern die Aufgabe zu, das Netz so auszubauen, dass der bedarfsgerechte Transport des regenerativen Stroms sichergestellt wird. Zudem sind die Übertragungsnetzbetreiber gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verpflichtet, Strom aus erneuerbaren Energien vorrangig abzunehmen. Gleichzeitig fordert der europäische Energiebinnenmarkt die Einrichtung von Netzanknüpfungspunkten für den grenzüberschreitenden Stromtransport.

Um diese Aufgaben zu erfüllen, hatte die Bundesregierung 2013 drei Gleichstromkorridore (fünf Vorhaben)
in das Bundesbedarfsplangesetz (BBPlG) aufgenommen und 2015 erneut bestätigt. In dem zentral durch
Deutschland verlaufendem Korridor entsteht die Windstromleitung SuedLink. Die energiewirtschaftliche
Notwendigkeit dieser Verbindung wird seit 2012 in den Netzentwicklungsplänen überprüft und von der
Bundesnetzagentur (BnetzA) bestätigt.
Im BBPlG wird das Projekt SuedLink als „Pilotprojekt für verlustarme Übertragung hoher Leistungen über
große Entfernungen“ bezeichnet. Die Ortsteile Hetjershausen und Groß Ellershausen wären also im Falle
einer Realisierung des Trassenverlaufs durch das Göttinger Stadtgebiet von zwei Pilotvorhaben
(Wahle - Mecklar, SuedLink) eingekreist.