Zur Zeit befindet sich das Vorhaben im Genehmigungsverfahren, das mit dem Planfeststellungsbeschluss endet.

Juni 2017

Am 07.06.2017 wurden im Amtsblatt der Stadt Göttingen für den Abschnitt C Geländeuntersuchungen und faunistische Kartierungen im Auftrag der Fa. TenneT zur weiteren Projektplanung angekündigt. Durchgeführt werden diese Maßnahmen durch Planungs- und Gutachterbüros aus Hungen, Braunschweig, Göttingen und Schkeuditz im Zeitraum von Mai 2017 bis Dezember 2018.
In der Sitzung des Ortsrates Groß Ellershausen/Hetjershausen/Knutbühren am 15.06.2017 wurden diese Maßnahmen bekannt gegeben und auf die Veröffentlichung der Unterlagen im Amtsblatt der Stadt Göttingen sowie in den Aushangkästen in Groß Ellershausen und Hetjershausen hingewiesen.

November 2016

Gemeinsam mit dem Niedersächsischen Landvolk lud TenneT die von der Trasse betroffenen Eigentümer
und Bewirtschafter zu einer Informationsveranstaltung am 30.11.2016 nach Göttingen ein. Ziel der
Veranstaltung war es, die Anwesenden über das von TenneT und dem Landvolk verhandelte
Rahmenangebot zu informieren.

Oktober 2016

Am 15.10.2016 wurden im Amtsblatt der Stadt Göttingen für den Abschnitt C erforderliche
Planungsarbeiten und Geländebegehungen für die Detailplanung durch ein Planungsbüro aus Bovenden im
Auftrag der Fa. TenneT angekündigt.
Vorgesehen für die Ortsbegehungen sei der Zeitraum von Oktober 2016 bis Dezember 2017.

Juni 2016

Vom 06.06.2016 bis 08.06.2016 fand im Sitzungssaal der Jugendherberge Göttingen der Erörterungstermin
statt. Eingeladen waren Träger öffentlicher Belange und Privatpersonen, die im Rahmen der öffentlichen
Auslegung der Unterlagen Stellungnahmen abgegeben hatten.
Die Vertreter der Stadt Göttingen bekräftigten nochmals ihre Forderung nach Erdverkabelung im gesamten
Stadtgebiet. Herr Weitemeier (Stadt Göttingen) beschrieb die Beeinträchtigungen des
Landschaftsschutzgebietes durch das hohe, weit sichtbare Leitungsnetz. Die LSG-Verordnung stehe der
Errichtung von Windkraftanlagen und anderer großvolumiger Anlagen entgegen.
Die Bürgerinitiative Gegenwind Groß Ellershausen/Hetjershausen wies darauf hin, dass ihre Forderungen
und Einwendungen sich auf Erdkabel bezogen hatten, im Einladungsschreiben aber nur auf Freileitungen
eingegangen wurde. Herr Reim (Fa. TenneT) erläuterte daraufhin, dass sich die Aussagen zu
Sicherheitsaspekten sowohl auf die Freileitung als auch auf Erdkabel beziehen. Dies wurde im Protokoll
festgehalten.
Eine medizinisch wissenschaftliche Begleitung des Projekts, Bestimmung der Immissionswerte entlang der
Trasse vor und nach dem Bau sowie eine gesonderte Markierung des Erdkabelverlaufs sei deshalb
abzulehnen. Die für alle Kabel und Leitungen übliche Markierung am Straßenrand werde selbstverständlich
vorgesehen.
Mehrere Privatpersonen kritisierten das Bebauungsplanverfahren der Stadt Göttingen. Es handele sich
lediglich um eine Schutzplanung der Stadt Göttingen, um die Erdverkabelungskriterien auszulösen. Als
Beweis wurde das Protokoll einer Besprechung vorgelegt. Aus diesem gehe hervor, dass die Stadt Göttingen
von der Fa. TenneT zu diesem Vorgehen gedrängt worden sei. Zudem sei das Bebauungsplanverfahren nicht
mehr aktuell.
Fa. TenneT beantwortete die Vorwürfe mit einer offiziellen Stellungnahme der Stadt Göttingen, wonach das
Bauleitplanverfahren aus eigenem Antrieb geführt worden sei und fortgesetzt werden solle. Zudem verwies
RA Dr. Ohms (Rechtsberater der Fa. TenneT) auf die Planungshoheit der Stadt Göttingen, wonach die Stadt
Göttingen die kommunale Befugnis besitze, auch aus Anlass einer Energietrassenleitung eine Planung für
ein Baugebiet vorzunehmen.

Mai 2016

Am 23.05.2016 erfolgte die persönliche Einladung der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau
und Verkehr zum Erörterungstermin.
Bereits im Anhang des Einladungsschreibens wurde zu den Forderungen und Einwendungen der
Bürgerinitiative Gegenwind Groß Ellershausen/Hetjershausen Stellung genommen.
Bei Einhaltung der Grenzwerte der 26. Bundesimmissionsschutzverordnung (26. BimSchV) sei nach dem
heutigen wissenschaftlichen Kenntnisstand der Schutz vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch
niederfrequente elektrische und magnetische Felder gewährleistet. Die Grenzwerte würden sogar deutlich
unterschritten.
Die Strahlenschutzkommission (SSK) der Bundesregierung und das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)
stellten fest, dass auch nach Bewertung der neueren wissenschaftlichen Literatur keine hinreichenden
wissenschaftlichen Erkenntnisse in Hinblick auf mögliche Gesundheitsbeeinträchtigungen vorlägen, um eine
Veränderung der Grenzwertregelung der 26. BimSchV bzw. der Vorsorgewerte zu rechtfertigen.
Das Bundesamt für Strahlenschutz wies darauf hin, dass aber aufgrund der bestehenden wissenschaftlichen
Unsicherheiten vorsorglich die Einwirkung niederfrequenter Magnetfelder möglichst gering gehalten
werden solle – auch unterhalb der Grenzwerte.
Die Fa. TenneT versicherte, dass dies gegeben sei.
Zur Problematik aktiver Implantate wurde das Medizinproduktegesetz (MPG) zitiert. Hiernach müssen
aktive implantierbare Medizinprodukte so ausgelegt sein, dass Gefahren, insbesondere im Zusammenhang
mit Magnetfeldern, ausgeschlossen oder so weit wie möglich verringert würden.
Weiterhin wurde eine Studie des Forschungszentrums für Elektro-Magnetische Umweltverträglichkeit
(femu) am IHU, Universitätsklinikum der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen
zur „Störschwellenermittlung kardialer Implantate in niederfrequenten elektromagnetischen Feldern“ aus
dem Jahr 2012 angeführt. Diese kam zu dem Ergebnis, dass für Patienten mit Herzschrittmachern und
implantierbaren Kardioverter-Defibrillatoren kein Risiko für eine Störung des Implantats in den üblichen
elektrischen und magnetischen 50-Hz-Feldern des Alltags oder Berufs bestehe.
Aus diesen Gründen wurden die Forderungen der Bürgerinitiative Gegenwind Groß
Ellershausen/Hetjershausen nach medizinisch wissenschaftlicher Begleitung des Projekts, Bestimmung der
Immissionswerte entlang der Trasse vor und nach dem Bau sowie Markierung des Erdkabelverlaufs
abgelehnt.
Unverständlich für die Bürgerinitiative Gegenwind Groß Ellershausen/Hetjershausen war, dass die
Gegenargumente und Begründungen sich ausschließlich auf Freileitungen bezogen, obwohl unsere
Einwendungen auf Erdkabel ausgerichtet waren.

April 2016

In der Sitzung des Ortsrates Groß Ellershausen/Hetjershausen/Knutbühren am 14.04.2016. wurde die Verwaltung gebeten, Auskunft über die Markierungspunkte im Bereich des geplanten Trassenverlaufs und über die Zusammenhänge zwischen geplantem Trassenverlauf und Baumabholzungen zu geben. Nach Information durch die Fa. TenneT handele es sich um Markierungen der planmäßigen Bohrpunkte durch Holzpflöcke über den gesamten Trassenabschnitt, die nach Abschluss der Baugrunduntersuchung wieder entfernt würden. Keinen Zusammenhang gebe es zwischen den Arbeiten, die durch die Fa. TenneT in Auftrag gegeben wurden, und den Rodungsmaßnahmen.

März 2016

Am 31.03.2016 berichtete das Göttinger Tageblatt, dass die Trassenplanung sich noch im Planfeststellungsverfahren befinde. Zur Zeit laufe eine Baugrundvoruntersuchung zwischen Hetjershausen und Olenhusen. Ziel sei die Erstellung eines Bodenprofils.

Januar 2016

In einem Gespräch im Projektbüro am 13.01.2016 erklärte TenneT, dass durch den Verhandlungsabbruch, außer einer eventuellen Zeitverzögerung, keine Beeinflussung des Planfeststellungsverfahrens zu erwarten sei.

Dezember 2015

In einem Newsletter teilte die Fa. TenneT am 18.12.2015 mit, dass im Zuge des öffentlichen Beteiligungsverfahrens insgesamt 56 Stellungnahmen von Trägern öffentlicher Belange und 121 Einwendungen von Privatpersonen eingereicht worden seien. Zur Zeit unterstütze TenneT die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr bei der Bearbeitung der Stellungnahmen und Einwendungen zu fachtechnischen Aspekten. Für den Leitungsabschnitt C rechne TenneT derzeit mit einem Planfeststellungsbeschluss in der ersten Jahreshälfte 2017. Im
Anschluss könne mit dem Bau des Leitungsabschnitts begonnen werden.

Am 30.12.2015 berichtete das Göttinger Tageblatt über einen Streit zwischen dem Netzbetreiber TenneT und dem Göttinger Landvolk. Grund seien unterschiedliche Auffassungen über Entschädigungsleistungen für Eigentümer, in deren Boden die 380-kV-Höchstspannungsleitung gelegt werden soll. Die Verhandlungen mit TenneT über einen Rahmenvertragsentwurf seien vom Landvolk abgebrochen worden.

Juni 2015

Am 04.06.2015 wurde die Stellungnahme dem Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke vorgestellt. In der Diskussion ergaben sich drei unwesentliche Änderungen. Ohne Gegenstimme wurde beschlossen, die veränderte Stellungnahme dem Rat der Stadt Göttingen zur Entscheidung vorzulegen. Am 12.06.2015 beschloss der Rat der Stadt Göttingen, ebenfalls ohne Gegenstimme, die im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens erstellte Stellungnahme.

Mai 2015

Am 18.05.2015 gab auch die Bürgerinitiative Gegenwind Groß Ellershausen/Hetjershausen ihre Stellungnahme ab. In ihrem Schreiben an die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr forderte sie eine begleitende wissenschaftliche Untersuchung und Auswertung zu gesundheitlichen Auswirkungen auf den Menschen in der Umgebung der Strecke, eine Bestimmung der Immissionswerte entlang der Trasse vor und nach dem Bau sowie eine Markierung des Erdkabelverlaufs.
In der Sitzung des Ortsrates Groß Ellershausen/Hetjershausen/Knutbühren stellte die Stadt Göttingen ihre 13seitige Stellungnahme im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für die geplante 380-kVHöchstspannungsleitung vor. Wesentliche Forderungen waren die Anwendung der Erdverkabelung im gesamten Stadtgebiet, eine Untersuchung der gesundheitlichen Auswirkungen der Stromtrasse auf den Menschen, die Ermittlung der Immissionswerte entlang der Trasse vor und nach dem Bau sowie eine Markierung des Trassenverlaufs. Als Argumente wurden der Erhalt des Landschaftsbildes, die Querung des Landschaftsschutzgebietes sowie der vorbeugende Gesundheitsschutz durch
restriktivere Grenzwerte angeführt. Die Stellungnahme wurde vom Ortsrat einstimmig beschlossen.

April 2015

In der Sitzung des Ortsrates Groß Ellershausen/Hetjershausen/Knutbühren am 16.04.2015 teilte die Verwaltung mit, dass die öffentliche Auslegung der Unterlagen zur Planfeststellung (19 Ordner) in der Zeit vom 21.04.2015 – 20.05.2015 stattfinde. Stellungnahmen können bis zum 03.06.2015 eingereicht werden. Die Stadt werde ebenfalls eine Stellungnahme verfassen. Die Anhörung des Ortsrates zur Stellungnahme der Stadt sei für den 28.05.2015 vorgesehen.
In seinem Antwortschreiben vom 20.04.2015 verwies Oberbürgermeister Köhler auf die rechtliche Möglichkeit eines Trassenbaus im Landschaftsschutzgebiet der Stadt Göttingen, unabhängig von Freileitung oder Erdverkabelung.

März 2015

Am 12.03.2015 wurde das Planfeststellungsverfahren eingeleitet.

Dezember 2014

In der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke am 04.12.2014 berichtete Stadtbaurat Thomas Dienberg über eine Sitzung mit allen Stromnetzbetreibern im Göttinger Stadtgebiet, die im Oktober 2014 stattfand. Besprochen wurden die Möglichkeiten der Leitungsbündelung, Erdverkabelung und Trassenführung. Veröffentlicht wurde auch das Protokoll dieser Sitzung, das durch eine fehlerhafte Kartendarstellung zu Irritationen führte.

Am 10.12.2014 fand im Sporthaus Groß Ellershausen/Hetjershausen der planungsbegleitende Arbeitskreis zur 380-kV-Leitung Abschnitt C statt. Der Projektverantwortliche Thomas Sälzer erläuterte den Ablauf des Planfeststellungsverfahrens sowie den genauen Verlauf des Erdkabels westlich von Hetjershausen und die Lage der Kabelübergangsanlage. Einer medizinischen Begleitung des Projekts erteilte er erneut eine Absage. In einem Schreiben an den Oberbürgermeister der Stadt Göttingen wies die Bürgerinitiative Gegenwind Groß Ellershausen/Hetjershausen nochmals auf das fehlerhafte Protokoll der Sitzung vom 29.10.2014 hin und informierte über das niedersächsische Erdkabelgesetz.

Fa. TenneT reichte die Unterlagen zur Vorprüfung bei der zuständigen Behörde ein.

November 2014

Am 05.11.2014 nahm die Verwaltung Stellung zu den Anregungen der Bürgerinitiative Gegenwind Groß Ellershausen/Hetjershausen bzl. des Bauvorhabens „Am Talsgraben". Die Verwaltung habe das Schreiben zum Anlass genommen, mit der Fa. TenneT erneut Kontakt aufzunehmen. Die Fa. TenneT sehe keine Konflikte mit vorhandenen und zukünftigen Nutzungen. Auch sei dem Eigentümer der Fläche das Vorhaben der Fa. TenneT bekannt. Der von der Bürgerinitiative Gegenwind Groß Ellershausen/Hetjershausen vorgeschlagene Passus werde daher nicht als erforderlich angesehen. Der weiterhin aufrecht gehaltenen Forderung der Stadt Göttingen nach einer Erdverkabelung im gesamten Stadtgebiet erteilte die Fa. Tennet erneut eine Absage. Eine vollständige Erdverkabelung könne aus den gesetzlichen, räumlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen nicht begründet werden.

In der Sitzung des Ortsrates Groß Ellershausen/Hetjershausen/Knutbühren am 13.11.2014 beantwortete die Verwaltung die Fragen zur Durchsetzung einer medizinischen Begleitung des Pilotprojekts. In zwei Antwortschreiben habe die Fa. TenneT mitgeteilt, dass eine medizinische Begleitung nicht vorgesehen sei. Jetzt solle die Eröffnung des Planfeststellungsverfahrens abgewartet werden. Bei Defiziten bestehe für die Stadt Göttingen die Möglichkeit, Einspruch einzulegen. Eine weitere Möglichkeit sei es, gegen den Planfeststellungsbeschluss Klage zu erheben.

Oktober 2014

In einem Schreiben wurden Oberbürgermeister Meyer sowie die Mitglieder des Bauausschusses am 05.10.2014 von der Bürgerinitiative Gegenwind Groß Ellershausen/Hetjershausen darauf hingewiesen, dass es nach der Realisierung des Bauvorhabens „Am Talsgraben“ zu Konflikten beim späteren Trassenbau mit Schadensersatzforderungen durch eine temporäre Beeinträchtigung des Kreuzungsbereichs kommen könne. Es wurde vorgeschlagen, in der Bebauungsplanänderung eine Klausel zu verankern, in der der Trassenbau mit allen sich daraus ergebenden Konsequenzen angekündigt wird.

In der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke am 09.10.2014 teilte Herr Henze mit, dass nach seiner Einschätzung die Befürchtungen unserer Bürgerinitiative unberechtigt seien. Das Vorhaben dürfe der Fa. TenneT allerdings nicht als Vorwand dienen, auf eine Erdverkabelung zu verzichten.

Frau Hoffmann, Leiterin des Fachdienstes Stadt- und Verkehrsplanung, wies darauf hin, dass der bisherige rechtskräftige Bebauungsplan ohnehin von der Fa. TenneT beachtet werden müsse. Deshalb sei die Trassenplanung durch das aktuelle Bauleitplanverfahren nicht betroffen.

In einem Gespräch im Projektbüro der Fa. TenneT am 15.10.2014  teilte die Fa. TenneT mit, dass die Unterlagen für den Leitungsabschnitt C am 27.06.2014 zur Vorprüfung bei der zuständigen Behörde eingereicht wurden. Änderungen habe es nicht mehr gegeben. Auch seien die Forderungen der Stadt nach einer Erdverkabelung im gesamten Stadtgebiet nicht berücksichtigt worden. Allerdings habe die Stadt im Planfeststellungsverfahren die Möglichkeit, ihre Einwendungen einzureichen.

September 2014

In der Sitzung des Ortsrates Groß Ellershausen/Hetjershausen/Knutbühren am 11.09.2014 wurde die Verwaltung gebeten, zum einstimmigen Beschluss des Ortsrates vom 13.02.2014 Stellung zu nehmen, in dem eine medizinische Begleitung des Projekts gefordert wurde. Eine Verwaltungsantwort konnte wegen Abwesenheit des zuständigen Mitarbeiters nicht gegeben werden.

Juli 2014

Der Rat der Stadt Göttingen beschloss am 18.07.2014 einstimmig, weiterhin die Erdverkabelung im gesamten Stadtgebiet Göttingen zu fordern. Es wurde vorgeschlagen, das Pilotprojekt während der Feinplanung, während des Baus und nach Fertigstellung der Trasse über mehrere Jahre von der Universität Göttingen bodenkundlich und agrarökonomisch begleiten zu lassen. Eine medizinische Begleitung wurde im Ratsbeschluss nicht erwähnt. Begründet wurden die Vorschläge mit dem Argument, dass der Bund wegweisende Erkenntnisse für die Vielzahl alter und neuer Starkstromtrassen in Deutschland gewinnen könne.

Mai 2014

Am 12.05.2014 teilte uns die Fa. TenneT als Antwort auf unser Schreiben vom 08.04.2014 mit, dass  eine medizinische Begleitstudie aufgrund der Einhaltung aller in Deutschland bestehenden Grenzwerte nicht vorgesehen sei. Es sei aber die Bereitschaft vorhanden, eine medizinische Studie Dritter durch die Lieferung von Betriebsdaten des Erdkabels zu unterstützen.

In der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke am 22.05.2013 wurde der Aufstellungsbeschluss zum Bebauungsplan „Wakenbreite“ dahingehend geändert, dass eine Ausweisung des Planungsgebiets in südliche Richtung nun nicht mehr vorgesehen ist. Die Bauausschussmitglieder stimmten mehrheitlich für diese Variante.

In einem Gespräch im Projektbüro der Fa. TenneT am 28.05.2014 wurde uns bestätigt, dass es keine wesentlichen Neuerungen gebe. Im Juni sei die Einreichung der Unterlagen zur Vorprüfung des Planfeststellungsverfahrens vorgesehen. Das Planfeststellungsverfahren folge dann ca. 6 Monate später. Bis dahin werde es keine Änderungen bzgl. der Freileitung in Elliehausen und des Erdkabels in Hetjershausen geben, auch nicht auf Wunsch der Stadt. Einzig die Kabelübergangsanlage könne auf Wunsch des Landinhabers  noch etwas in Richtung Norden verschoben werden. Allerdings seien für dieses Vorhaben noch technische Probleme zu lösen.

April 2014

In einem Schreiben wurde die Fa. TenneT am 08.04.2014 von der Bürgerinitiative Gegenwind Groß Ellershausen/Hetjershausen aufgefordert, das Projekt „Wahle - Mecklar“ nicht nur bezüglich physikalischer, technischer und landwirtschaftlicher Fragestellungen durch die technischen Universitäten Delft und Hannover zu begleiten, sondern ebenfalls eine medizinische Untersuchung der gesundheitlichen Auswirkungen auf den Menschen vornehmen zu lassen.

Am 10.04.2014 wurde in der Sitzung des Ortsrates Groß Ellershausen/Hetjershausen/Knutbühren der Bebauungsplan „Wakenbreite“ diskutiert. Hintergrund ist neben der Deckung des Wohnbaulandbedarfs die Sicherstellung der Erdkabelverlegung. Ohne eine Ausweisung eines Planungsgebietes in südöstlicher Richtung der bestehenden Ortslage Hetjershausen würde aufgrund der Abstandsregelung eine Freileitung in diesem Bereich möglich werden, die dann aus rechtlichen und finanziellen Gründen auch gebaut werden müsste. Dies hätte die nun erfolgte Feinplanung ergeben.

März 2014

In der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planung und Grundstücke am 06.03.2014 beantragte Die Bündnis 90/Die Grünen-Ratsfraktion, die vorhandenen 110 kV-Leitungen in Elliehausen zu verlegen. In diesem Antrag wurde darauf hingewiesen, dass der Rat der Stadt Göttingen sich aufgrund der potentiellen gesundheitlichen Risiken durch Elektrosmog gegen einen Freileitungsbau und für eine Erdverkabelung der 380 kV-Trasse ausgesprochen habe. Diese politische Entscheidungsfindung des Rates fuße auf dem Prinzip der Gesundheitsprävention.

Februar 2014

In der Sitzung des Ortsrates Groß Ellershausen/Hetjershausen/Knutbühren am 13.02.2014 wurde einstimmig beschlossen, die Verwaltung zu bitten, neben der technischen auch eine medizinische Begleitung des Pilotprojekts einzufordern. Am 14.02.2014 wurde dieses Thema von der Bürgerinitiative Gegenwind Groß Ellershausen/Hetjershausen aufgegriffen und in der Ratssitzung der Stadt Göttingen vorgetragen. Es wurde darauf hingewiesen, dass die Stadt Göttingen in ihrer Rolle als Trägerin öffentlicher Belange eine solche medizinische Begleitung einfordern könne.
In der gleichen Sitzung wurde in einem gemeinsamen Antrag aller Ratsfraktionen und der Gruppe von der Fa. TenneT die Erdverkabelung der 380 kV-Trasse im gesamten Göttinger Stadtgebiet gefordert. Begründet wurde dieser Antrag mit einem Beschluss des Rates vom10.09.2010, in dem u. a. auf die eindeutig als negativ und erheblich einzustufende Beeinträchtigung des Landschaftsbildes sowie visuelle Wirkung einer Freileitung auf den Menschen hingewiesen wird, da die Masten der Freileitung etwa die Höhe des 16-geschossigen Neuen Rathauses erreichen.

November 2013

In der Sitzung des Ortsrates Groß Ellershausen/Hetjershausen/Knutbühren am 14.11.2013 bestätigte Herr Sälzer von der Fa. TenneT den Planungsstand von August 2013.
Am 20.11.2013 wurde die Anfrage der Bürgerinitiative Gegenwind Groß Ellershausen/Hetjershausen bzgl. der wissenschaftlichen Begleitung des Pilotprojektes in einem Schreiben der Fa. TenneT beantwortet. Die Fa. TenneT teilte darin mit, dass lediglich die Themenfelder „technische Verfügbarkeit, Auswirkungen auf das System und Auswirkungen auf die Umwelt“ durch die Universitäten Delft und Hannover untersucht werden. Es sei nicht vorgesehen, sich mit Fragen zu gesundheitlichen Auswirkungen zu befassen.

Oktober 2013

In der Sitzung des Ausschusses für Bauen,Planung und Grundstücke am 24.10.2013 wurde mitgeteilt, dass die Stadt Göttingen an ihrer zu Beginn der Planungen postulierten Forderung nach einer Erdverkabelung im gesamten Stadtgebiet festhalte. Dies habe der Oberbürgermeister nochmals in einem Schreiben an die Fa. TenneT verdeutlicht. Eine deutliche Mehrheit der Göttinger Bürger plädiere für eine Erdverkabelung.

August 2013

In einem Gespräch am 28.08.2013 teilte die Firma TenneT mit, dass es für den Erdkabelverlauf im Bereich der Ortschaft Hetjershausen keine Neuerungen gebe. Allerdings ergebe sich durch den Bau der Freileitung im Bereich Elliehausen eine Standortveränderung für die Kabelübergangsanlage (siehe Abbildung), die nun nicht mehr nördlich von Elliehausen sondern ca. 500 m bis 550 m nordöstlich von Hetjershausen errichtet werde. Um einen Profit nicht nur für die Landeigentümer sondern auch für die übrigen Bewohner zu gewährleisten, würden die beiden bestehenden 110 kV-Freileitungen (DB und E.ON Netz) zurückgebaut. Die DB-Leitung werde durch die 380 kV-Trasse mitgenommen, die E.ON Netz-Leitung werde an die A7 verlegt. Eine Errichtung von ca. 8 Maststandorten (Höhe ca. 70 m) sei nötig.

Ebenso wie alle Bürger habe auch die Stadt Göttingen als Trägerin öffentlicher Belange lediglich die Möglichkeit ihre Einwendungen gegen eine Freileitung im Planfeststellungsverfahren darzulegen. Dieses Planfeststellungsverfahren werde voraussichtlich im Juni/Juli 2014 stattfinden. Die Bürgerinitiative Gegenwind Groß Ellershausen/Hetjershausen bat bzgl. der wissenschaftlichen Begleitung des Pilotprojekts durch die Universitäten Delft und Hannover in einem Schreiben an die Fa. TenneT um nähere Informationen.

Juli 2013

Am 18.07.2013 fand der „3. Planungsbegleitende Arbeitskreis Stadt und Landkreis Göttingen und Landkreis Northeim" statt, in dessen Rahmen eine weiter westlich verlaufende Variante für den Bereich Elliehausen vorgestellt wurde. Aufgrund einer Bitte des Landvolks Göttingen und des Realverbunds Elliehausen habe man diesen Abschnitt als Freileitung geplant, so dass die Kabelübergangsanlage nördlich von Elliehausen entfallen und stattdessen ca. 600 m nordöstlich von Hetjershausen auf einer Fläche von etwa 40 m x 70 m entstehen würde.

Eine Verlagerung weiter nach Osten in die Senke Richtung Autobahn 7 sei nicht möglich, da bei Starkregen eine Flutung der Anlage befürchtet werde. Eine Änderung der als C02-3 bezeichneten Variante im weiteren Verlauf sei nicht geplant. Weitere Informationen finden Sie auf der folgenden Tennet-Seite zum Verfahrensstand. Die Präsentation zum Trassenverlauf Elliehausen finden Sie in der rechten DOWNLOAD Spalte im Abschnitt C. Siehe auch die Presseveröffentlichungen aus dem GT.

Juni 2013

Nach neuesten Informationen des Göttinger Projektbüros der Fa. TenneT habe es nun eine weitere Annäherung zwischen E.ON Netz und der Fa. TenneT gegeben. Es sei eine Einigung erfolgt, lediglich der Vertrag müsse noch unterschrieben werden, so dass dann die als C02-3 bezeichnete Variante weiterverfolgt werde.

März 2013

Am 13.03.2013 teilte ein Sprecher der Fa. Tennet in der Einwohnerversammlung mit, dass eine Änderung angestrebt werde und es bereits Gespräche mit der E.ON Netz gegeben habe. Voraussetzung für den neuen Verlauf sei der Rückbau der bestehenden 110 kV-Leitung. Die neue Planung sehe vor, dass das Erdkabel im Bereich Elliehausen deutlich westlicher verlaufe und östlich des Ortes Hetjershausen nach Osten abknicke. Anschließend werde die Trasse an der Autobahn 7 entlang nach Süden geführt. Als Freileitung erfolge dann die Querung der ICE-Strecke.

Oktober 2012

Im Oktober 2012 wurde in einer Informationsveranstaltung der Deutschen Umwelthilfe bekannt gegeben, dass die bereits seit 2006 in Planung befindliche 380 kV-Leitung von Wahle nach Mecklar nicht wie bisher angenommen parallel der Autobahn entlanglaufen solle, sondern zwischen den Ortsteilen Hetjershausen und Groß Ellershausen, in unmittelbarer Nähe der Schule, der Kindertagesstätte, der Sportstätten und eines Wohngebietes. In mehreren Gesprächen mit Vertretern der Fa. TenneT sowie der Stadt Göttingen stellte unsere Bürgerinitiative die Befürchtungen und nachvollziehbaren Sorgen der Anwohner dar. Alternativen zum geplanten Trassenverlauf zwischen den beiden Ortsteilen wurden aufgezeigt.